Hamburgerinnen und Hamburger werden aktuell dazu aufgerufen, genau darauf zu achten, was sie in der Toilette herunterspülen. Denn unsachgemäße Entsorgung von Gegenständen, die nicht in die Toilette gehören, kann zu massiven Verstopfungen, Schäden an den eigenen Leitungen und einer Überlastung des städtischen Abwassersystems führen.
Expertinnen und Experten betonen, dass nur drei Kategorien von Abfall über die Toilette entsorgt werden dürfen: menschliche Ausscheidungen, Urin und Toilettenpapier. Alles andere kann zu Verstopfungen führen und teure Reparaturen nach sich ziehen.
Leitungen frei und sicher halten
Hier findet ihr praktische Tipps, wie ihr Rohrleitungen problemlos halten und Rückstau verhindern könnt.
Vermeidet Materialien, die zu Verstopfungen führen
Produkte wie sogenannte „spülbare“ Feuchttücher, Küchenpapier und Taschentücher zersetzen sich trotz gegenteiliger Kennzeichnung im Abwassersystem nicht ausreichend.
Sie können sowohl in den privaten Leitungen als auch im öffentlichen Kanalnetz zu Verstopfungen und Schäden führen.
Hygieneartikel und Windeln sind extra darauf ausgelegt, Flüssigkeiten aufzusaugen, und quellen beim Herunterspülen stark auf – ein häufiger Auslöser für Rohrverstopfungen. Ebenso lösen sich Wattestäbchen, Wattepads und Zahnseide nicht auf und können sich zu hartnäckigen Pfropfen ansammeln.
Verhindert, dass sich verheddernde Stoffe ansammeln
Haare – ein ganz normales Überbleibsel nach der Körperpflege – sind eine erhebliche Gefahr für Abwasserleitungen. Auf ihrem Weg durch die Rohre verfangen sie sich leicht und bilden Netze, in denen sich weiterer Unrat verfängt, der sonst durchgehen würde.
Die Ansammlung von Haaren und anderen heruntergespülten Materialien sorgt häufig für anhaltende und schwer zu beseitigende Verstopfungen.
Ebenfalls problematisch: Bratfett und Speiseöl verfestigen sich beim Abkühlen in den Rohren, lagern sich an den Innenwänden ab und führen mit der Zeit zu massiven, klebrigen Blockaden.
Setzt auf schonende Methoden zur Pflege der Abflüsse
Für die allgemeine Pflege empfehlen Fachleute, auf aggressive Chemikalien zu verzichten und stattdessen sanftere Alternativen zu nutzen.
Spülmittel ist aufgrund seiner fettlösenden Wirkung beliebt und hält Abflüsse sauber, ohne Rohre zu beschädigen oder das Abwassersystem anzugreifen.
Bei hartnäckigen Verstopfungen ist es am besten, eine Fachkraft zu rufen. Wer auf aggressive Rohrreiniger zurückgreift, riskiert Schäden am Rohrmaterial – die Chemikalien sind oft zu ätzend und verschlimmern das Problem auf Dauer meist noch.