Viele deutsche Haushalte gefährden ihre Rohrleitungen unbewusst mit einer alltäglichen Küchengewohnheit. Heißes Fett, Öl oder Bratfett in den Ausguss zu kippen wirkt harmlos, doch erfahrene Klempner warnen: Das gehört zu den Hauptursachen für verstopfte Küchenspülen – und kann teuer werden.
Fett ist im heißen Zustand zwar flüssig, doch in den Rohren kühlt es schnell ab und wird fest. Mit der Zeit schließt diese Schicht Essensreste und andere Partikel ein und bildet zähe Pfropfen – vergleichbar mit den berüchtigten „Fatbergs“ in der Kanalisation. In Privathaushalten stauen diese Ablagerungen das Wasser, verursachen üble Gerüche und führen schließlich zu vollständigen Rohrverstopfungen.
Einfache Maßnahmen, große Ersparnis
Für das Entfernen solcher Verstopfungen ist meist professionelle Hilfe nötig und kostet je nach Aufwand zwischen 90 und 230 €. Muss ein Rohr komplett erneuert werden, steigen die Kosten noch deutlich.
Erfahrene Klempner in ganz Deutschland betonen, dass sich die meisten Fälle mit wenigen einfachen Tricks vermeiden lassen. Statt Fett in den Ausguss zu schütten, sammelt es in einem hitzebeständigen Behälter und werft es nach dem Erkalten einfach in den Restmüll.
Auch Pfannen vor dem Spülen mit Küchenpapier auszuwischen und ein Sieb im Abfluss zu nutzen hilft. Entgegen der landläufigen Meinung spült heißes Wasser das Fett nicht weg – es transportiert es nur tiefer ins Rohr, wo es abkühlt und haften bleibt.
Teure Feiertags-Verstopfung vermeiden
Stellt euch vor, ihr bereitet euch auf die Feiertage vor und müsst plötzlich wegen eines verstopften Küchenabflusses reagieren – nach Monaten, in denen ihr Fett in den Ausguss gekippt habt. Das Wasser läuft nicht mehr ab, unangenehme Gerüche breiten sich aus und ihr ruft einen Notdienst, der rund 200 € verlangt. Wenn ihr Fett stattdessen in einem Behälter sammelt oder Pfannen vor dem Spülen auswischt, spart ihr euch Schmutz, Stress und Zusatzkosten.
Die Gewohnheit umzustellen kostet nichts, kann euch aber jedes Jahr Hunderte Euro sparen. Was im Abfluss landet, wird häufig zum teuren Problem. Für weitere Tipps fragt am besten eine*n lokale*n Klempner*in, wie ihr eure Küchenrohre frei haltet.